Hat die Kulturwelt ein Problem mit Antisemitismus?
Manche Kulturschaffende werfen Israel einen „Genozid“ und „Apartheid“ vor – doch die Verbrechen der Hamas bleiben in Boykottaufrufen unerwähnt. Nicht nur die Berlinale ist mit Debatten über Antisemitismus konfrontiert. Fehlt Empathie aus Ideologie?
Auch der Historiker Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, kritisierte die „sehr einseitige Veranstaltung“. Es sei „kein einziges Wort der Empathie“ für die rund 1200 Todesopfer der Hamas in Israel oder deren noch über 130 Geiseln gefallen. Er sagte aber auch: „Es war keine antisemitische Veranstaltung. Es wurde nicht ‚From the River to the Sea!‘ gerufen, die Vernichtung des Staates Israel wurde nicht propagiert. Es wurde nicht dezidiert gegen Juden gehetzt.“