Dirk Kaftan ruft am Rhein um Hilfe, in Berlin und Sachsen protestieren Künstler gegen Kürzungen. Doch wo bleibt das Publikum? Für wie relevant hält es die Kultur wirklich? Und was, wenn die Gesellschaft längst nicht mehr alle Kulturinstitutionen in ihrer bisherigen Form erhalten will?
Volkswagen baut Arbeitsplätze ab, Audi streicht Kulturförderung, Schulen, Infrastruktur und Gesundheitssystem stehen unter finanziellem Druck. Wer in dieser Situation für den Erhalt jeder Orchesterstelle kämpft, muss damit rechnen, dass sein Protest auch als Verteidigung von Privilegien wahrgenommen wird.
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Wer Solidarität fordert, muss deshalb auch erklären, warum die Gesellschaft diese Solidarität aufbringen sollte. Der Verweis auf die große Tradition, die Qualität der Konzerte oder die Bedeutung Beethovens reicht dafür offenbar nicht mehr aus.