Nach Rücktritt einer Senatorin – Finanzsenator übernimmt Leitung der Kulturverwaltung
Nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson steht die Nachfolge fest: Finanzsenator Stefan Evers wird zusätzlich die Kulturverwaltung leiten.
Nach dem Rücktritt von Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson steht die Nachfolge fest: Finanzsenator Stefan Evers wird zusätzlich die Kulturverwaltung leiten.
„Evident rechtswidrig“: So soll das Urteil des Berliner Rechnungshofes zur umstrittenen Vergabe von Fördermitteln für Projekte gegen Antisemitismus lauten. Nach einem RBB-Bericht hätten sechs der 13 Projekte gar nicht gefördert werden dürfen.
Im Abgeordnetenhaus kommt es am Freitag zu einem ersten Showdown im Untersuchungsausschuss zur Vergabe von Fördermitteln der Antisemitismus-Prävention. Nach drei Stunden Befragung liefern sich ein CDU- und ein Grünen-Abgeordneter ein Wortgefecht.
Die Berliner Politik streitet über die Verwendung von Geldern zur Antisemitismus-Prävention. Vor allem die Grünen werfen der CDU vor, Mittel gezielt an genehme Projekte verteilt zu haben. Nun schießt ein führender CDU-Abgeordneter zurück und sagt: Genau das machten die Grünen seit Jahren selbst.
Sie nannte George Soros einen „Parasiten“ – und leitet zugleich ein mit 390.000 Euro gefördertes Projekt gegen Antisemitismus. Die Deutsch-Iranerin Maral Salmassi sprach mit WELT ausführlich über ihre Wortwahl und die Berliner Fördergeldaffäre.
2026 wird Berlins Museum für zeitgenössische Kunst 30 Jahre alt. Der Hamburger Bahnhof bündelt aber eine viel längere Geschichte. Vor dem Aus stand er auch schon mal. Jetzt werden neue Finanzierungsmodelle ausprobiert.
Von den 20 Millionen Euro, die Berlin für den Kampf gegen Antisemitismus ausgeben wollte, wurden nur 3,4 Millionen für diesen Zweck genutzt. Um davon abzulenken, initiieren linke Medien eine Kampagne gegen ein von einer Exil-Iranerin geleitetes Projekt.
Berlin wollte 20 Millionen Euro für den Kampf gegen Antisemitismus ausgeben. Doch aus dem Plan wurde eine skurrile Affäre. Es geht um freihändige Vergaben, verschleppte Projekte, dubiose Verschwiegenheitserklärungen und die Frage, warum mit den Geldern ein Lastenrad angeschafft wurde.
Im Berliner RambaZamba-Theater spielen seit 30 Jahren behinderte Menschen. Viele von ihnen sind kleine Stars, auch in Film und Fernsehen. Leander Haußmann oder Milan Peschel haben hier inszeniert. Doch jetzt steht das Vorbildmodell vor dem Aus.
Während Berlins Kulturetat schrumpft, gönnt sich die in Sanierung befindliche Komische Oper teure Beraterhonorare und Musical-Events im Flughafen Tempelhof. So verliert eines der drei Opernhäusern in der Hauptstadt nicht nur seinen Auftrag aus den Augen.
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bringt eine Digitalsteuer für Internetkonzerne ins Spiel. Innerhalb der Regierung war der Vorstoß offenbar nicht abgestimmt. Lob erhält Weimer trotzdem – unter anderem von Saskia Esken.
Den deutschen Malern stellt der neue Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein gutes Zeugnis aus, weil sie ohne Subventionen auskämen. Doch das greift zu kurz – und verkennt eine Besonderheit der Kunstförderung in Deutschland. Sie ist nämlich die Basis für den Erfolg.
Der Berliner Kulturszene stehen schwere Zeiten bevor. Kultursenator Joe Chialo scheiterte nicht zuletzt am Umgang mit den unvermeidlichen Etatkürzungen. Seine Nachfolgerin Sarah Wedl-Wilson könnte in dieser Lage einen entscheidenden Vorzug besitzen.
Berlins künftige Kultursenatorin Sarah Wedl-Wilson sieht eine «Herkulesaufgabe» vor sich. Einfach weiter im Kulturetat zu kürzen, hält sie nicht für machbar. Andere Ideen müssten her.
Der Berliner Kultursenator Joe Chialo wirft hin. Er hat unangenehme Sparmaßnahmen durchsetzen müssen, musste sich „Hofnarr“ nennen lassen, seine Familie wurde bedroht. Seine Rücktrittsbegründung aber ist eine ganz andere. Der Hauptstadt droht Ungemach.
Seit September 2024 ist der Dirigent Christian Thielemann Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper. Doch seine neue Rolle muss er noch finden. Auch im Vergleich mit der fleißigen Konkurrenz am Pult.
Mit 70 Prozent weniger Förderung muss das Gefängnistheater AufBruch 2025 auskommen. Das Resozialisierungsprojekt ist akut gefährdet. Was verloren ginge, beweist George Orwells „1984“ in der JVA Plötzensee. Spätfolgen, auch für den Opferschutz, lassen sich kaum absehen.
Das Theater AufBruch leistet einen Beitrag zur Resozialisierung Strafgefangener. Das Publikum honoriert es mit ausverkauften Aufführungen. Doch Berlin stellt das Gefängnistheater nun offenbar infrage und kürzt die Förderung. Die Verantwortung liegt diesmal aber nicht beim Kultursenator.